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Die Idee, in Lübeck einen Werkhof als Zusammenschluß mehrerer selbstverwalteter Betriebe und Projekte zu realisieren, entstand im Jahre 1987. Ende 1988 wurde der gemeinnützige Trägerverein Werkhof Lübeck e.V. gegründet, der das Ziel verfolgt, ein Zentrum für alternative Arbeits- und Lebensformen zu errichten und zu betreiben. Hinter der Idee des Werkhofs stand unter anderem die Absicht, schon existierenden, größtenteils jedoch neu zu gründenden Läden und Projekten durch die Zusammenlegung unter einem Dach bessere wirtschaftliche Existenzmöglichkeiten zu bieten. Das Projekt Werkhof schafft und sichert etwa 30 Arbeitsplätze. Es zeigt darüber hinaus mögliche Zukunftsperspektiven für andere auf und versteht sich insofern auch als ein Projekt mit Modellcharakter.
Ein wichtiger Bereich im Werkhof ist die Veranstaltungshalle! Bei einem Raum für 940 Personen und einer lichten Höhe von 5 m wird sie für Veranstaltungen aller Art genutzt, für Rock-, und Folkkonzerte ebenso wie für Kabarett- und Theaterabende. Weiterhin möchten wir die Halle nach wie vor Menschen zugänglich machen, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um die laufenden Kosten von ca. 500.- EUR pro Veranstaltung zu decken (z. B. Solidaritäts- oder Benefizkonzerte). Durch den Ausbau mit Aufzug, breiten Türöffnungen, Rampen und speziellen sanitären Einrichtungen wird es auch bewe-gungseingeschränkten Menschen möglich, den Werkhof mit all seinen Möglichkeiten problemlos zu nutzen. Entscheidungsorgan ist das regelmäßige Plenum! Es wird von der Gesamtheit der Mieter gebildet, und zwar gleichberechtigt, unabhängig von der Größe der gemieteten Räume. Seit Ende 1991 bietet der Werkhof Lübeck ein buntes und umfangreiches Programm, das aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Ob Ingo Appelt, Götz Alsmann, Maceo Parker oder Inga Rumpf, im Werkhof präsentieren sich seit nunmehr 10 Jahren internationale Stars und Sternchen. Kulturförderung ist eine gesamtgesellschaftliche
Aufgabe, trotzdem stehen freien Kulturträgern wie dem Werkhof kaum
Gelder zur Verfügung. Wie man den Werkhof unterstützen kann: Neben einmaligen Geld- oder Sachspenden ist vor allem die Fördermitgliedschaft eine Möglichkeit. Fünfzig Menschen mit monatlich 10.- EUR bringen
immerhin regelmäßig 500.- EUR in die Kulturkasse.
Zur Zeit nutzen 9 Läden und Projekte die zum Teil in Eigenarbeit umgebaute ehemalige Industriehalle an der Kanalstraße. Es stehen 1050 qm Nutzfläche, Veranstaltungshalle für 340 Personen und ca. 1000 qm Außenfläche zur Verfügung. Auf der untersten Ebene des Werkhofs befinden sich rund um die Veranstaltungshalle mit Bühne und Tresen das "Rucksackhotel", das vegetarische Café Restaurant "Café Affenbrot", Naturkosmetik "Hautnah", "Naturbaustoffe", ein Fachhandel für biologische Hausbaustoffe, Naturfarben und das Kulturbüro mit Backstageraum. Auf der Galerie befinden sich zur Zeit "Satzpartner", "UfE", "Stattauto" und die Naturkosmetik "Schöne Zeiten". Die Veranstaltungshalle wird neben Vermietungen, Konzerten und Kabarett auch für Podiumsdiskussionen und Informationsveranstaltungen genutzt. Die Besucherzahlen zeigen, dass sich die Halle als Veranstaltungsort in der Region etabliert hat. | ||||||
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